Unsicherheit in der Lieferkette – wenn plötzlich Produkte verschwinden

Für die Elektronikbranche ein altbekanntes Thema: Bauteile werden abgekündigt. Darum halten Hersteller und Distributoren Hunderttausende solcher abgekündigten Elektronikbauteile an Lager, um einen geordneten Wechsel zu ermöglichen.

Für die Chemieindustrie entsteht erst seit einigen Jahren dieser Zwang zum häufigen Wechsel. Vor allem verschiedene Regelwerke wie RoHS, WEEE, IMDS, GADSL, REACH und sehr viele nationale bzw. kundenspezifische Einschränkungen erzeugen einen zunehmenden Druck.

Die Folge von diesen zum Teil massiven Einschränkungen: Produkte, die über eine lange Zeit wesentlich zum Erfolg des Unternehmens beigetragen haben, können nicht mehr hergestellt werden, weil die Rohstoffe nicht mehr beschaffbar sind. Rezepturen, die 10, 20 Jahre Bestand hatten, werden plötzlich in Frage gestellt und „alte“ Produkte müssen neu entwickelt werden.

CMC Klebetechnik bietet Ihnen an, den Wert ihrer Rezepturen zu erhalten. Denn wir unterstützen Sie dabei, eine Alternativrezeptur zu entwickeln. Als Nischenanbieter verwenden wir eine beträchtliche Vielfalt an Klebstoffen. Diese sind an die sehr unterschiedlichen Anforderungen der Kunden bzw. Anwendungen angepasst. Als Folge dieser Fülle an Klebstoffen existiert auch eine große Erfahrung, welche Substitutionsmöglichkeiten es gibt. Denn nicht jedes Mal bekommt man vom Rohstoff-Lieferanten eine mögliche Alternative mit vergleichbaren Eigenschaften angeboten.

Hintergrundinformationen ECHA und REACH

Ziel der Einführung der verschiedenen Regelwerke und Verbotslisten ist die Reduktion von Chemikalien, die direkt oder indirekt unsere Umwelt gefährden. Polychlorierte Biphenyle (PCB) waren eines der bekanntesten Produkte, die bereits vor etwa 25 Jahren wegen ihres Vorkommens in der gesamten Nahrungskette verboten wurden. Das stellte damals die Kondensatoren-Industrie vor die Aufgabe, zukünftig komplett andere Dielektrika zu verwenden.

Heute werden jährlich neue chemische Verbindungen auf die ECHA-Liste aufgenommen. Die ECHA ist die Europäische Chemikalien Agentur, die eine Liste von besonders besorgniserregenden Stoffen (SVHC´s) führt, zu denen u.a. krebserzeugende, erbgutverändernde und toxische Stoffe gehören. Diese Liste wird halbjährlich aktualisiert und um weitere Chemikalien ergänzt. Werden diese Stoffe dann in den Anhang XIV der REACH-Verordnung (EG 1907/2006, Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) übernommen, sind sie in der Europäischen Union nicht mehr ohne eine aufwändige Zulassungsprozedur einsetzbar. Den enormen Aufwand für eine solche Zulassung scheuen viele Hersteller.

All dies führt dazu, dass jedes Jahr Produkte vom Markt verschwinden, die auf diesen chemischen Verbindungen basieren. Zusätzlich bereinigen die großen Chemie-Hersteller regelmäßig ihr Produktportfolio, um im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben.

Durch all diese Abkündigungen wird immer häufiger die sichere Verfügbarkeit von Rohstoffen gefährdet. Ist ein Einsatzsstoff nicht mehr erhältlich, beginnt für den Verarbeiter „die Arbeit“: betroffene Kunden müssen vom Vertrieb informiert werden, kaufmännische Kalkulationen sind auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen und der Einkauf muß alternative Rohstoffe angefragen. Doch vor allem muß man eine neue Rezeptur definieren.

Die Ingenieure bei CMC Klebetechnik entwickeln auf Basis ihrer langjährigen Erfahrung, mit Hilfe der Empfehlungen der Rohstofflieferanten und dem Vergleich mit dem bisherigen Material passende Alternativen. Ziel ist es stets, ein vergleichbares Produkt herzustellen. Änderungen in den technischen Eigenschaften oder ein veränderter Preis sind jedoch nicht immer zu vermeiden.

Ziel bei der Suche nach Alternativen und einer späteren Lohnbeschichtung ist, dass Ihr Produkt nicht nur genauso gut ist wie bisher, sondern vielleicht sogar ein wenig besser.

CMC Entwicklung