Trennfolien für GFK-, CFK- und FVK Formteile

Stichworte wie Composite-Materialien oder Faserverbundwerkstoffe beflügeln heutige Konstrukteure von Flugzeugen, Jachten, Windkraftanlagen und der Automobilindustrie. Verbinden diese Werkstoffe doch in idealer Weise geringes Gewicht mit einer sehr guten mechanischen Belastbarkeit. Um sie herzustellen bedarf es meistens Formen und Trennfolien.

Diese speziellen Folien trennen die formgebenden Werkzeuge von dem Faserverbund-Bauteil. Die Folien sind geeignet für die Handlamination harzgetränkter Faser- und Gewebewerkstoffe, jedoch auch für Harzinjektionsverfahren (z.B. Vakuuminfusion), Rich-Resin-Prozesse und andere Verfahren. Sie schützen zudem die wertvollen Form-Werkzeuge vor Verschleiß.

Die ETFE-Folie CMC 77707  bietet ein sehr großes Dehnvermögen von über 100%, hat eine sehr gute Reiß- und Durchstoßfestigkeit und ist kurzfristig bis 230°C belastbar. Durch die geringe Dicke von 40 µm trägt sie kaum auf und ist durch ihre Flexibilität auch für komplexe Formen geeignet. 

Zum Beispiel CFK-Strukturteile können so ohne Zuhilfenahme weiterer Formtrennmittel kontaminationsfrei wieder entformt werden. Durch die abweisende, antiadhäsive Oberfläche lässt sich CMC 77707 leicht wieder vom Bauteil trennen. Ideal auch als Trennfilm in der Composite-Industrie für unterschiedlichste Werkstoffe und Harzsysteme (Acryl, PUR, Epoxyd, PMMA, PET, Silikone). Die optimale Trennung aus der Form wird auch für Bauteile von Transformatoren und Generatoren genutzt (Beispiel: Roebelstab-Verguss).

Die hohe Temperaturbeständigkeit erlaubt hohe Aushärtegeschwindigkeiten und kürzere Taktzeiten – ein Vorteil gegenüber PET-Trennfolien. Ausserdem ist die ETFE-Folie tiefziehfähig und besser anformend wie die steiferen Polyesterfolien (CMC Klebetechnik bietet auch solche Trennfilme auf Basis von Polyesterfolien an. Neben Silikontrennsystemen auch silikonfreie PET-Trennfolien möglich).

Aufwändige Schleifarbeiten am Bauteil (zum Beispiel im Leichtbau/Lightweight materials) entfallen durch die hochwertige Oberfläche der Trennfolie. Da kein Formtrennmittel eingesetzt wird, kann das ausgehärtete Bauteil ohne weitere Vorbehandlung lackiert werden. Auch die Werkzeugform braucht - wenn überhaupt - nur gelegentlich gereinigt werden, was den  gesamten Fertigungsprozess erleichtert und den Wertschöpfungsanteil erhöht.

Besonders stark wächst der Markt für Trennfolien im Bereich Leichtbau (light weight construction) und Verbundmaterialien (composite materials) für die Automobilindustrie. Erhebliche Effizienzsteigerungen sind nach über 100 Jahren Entwicklung von Verbrennermotoren nicht mehr zu erwarten. Elektroantriebe müssen aufgrund des geringeren Energiegehalts pro Kilogramm ihre Energiequelle "Traktionsbatterie" effizienter nutzen wie die herkömmlichen ICE-Motoren. Eine der wirkungsvollsten Maßnahmen ist natürlich die Reduktion der bewegten Masse. Deswegen bestehen die Karosserien von vollelektrisch angetriebenen PKWs zu einem großen Teil aus leichtgewichtigen, aber stabilen GFK- oder CFK-Bauteilen. Diese werden in großen Formen durch entsprechende Fertigungstechniken (Legen von Glas/Kohlefasermatten in Harz, Prepregs, Pressen im Autoklav, Spritzgießen,...) hergestellt. CMC Klebetechnik liefert solche Ausformhilfen auch kundenspezifisch zugeschnitten bis zu einer Größe von 250 x 300 cm. 

Die 0,04 mm dünne Folie CMC 77707 kann in Breiten von 20 mm bis über einen Meter geliefert werden.

Schutz vor Graffities und Verschmutzung

Eine gänzlich andere Anwendung von ETFE-Trennfolien sind sogenannte Anti-Graffiti-Schutzfilme. Durch die exzellente chemische Beständigkeit und die anti-anhaftenden Eigenschaften der Folie können Graffitis trocken oder mit geeignetem Lösungsmittel schnell entfernt werden. Der transparente Schutz bleibt langfristig erhalten (basiert nicht auf einem Lotuseffekt), die Folie ist flexibel und schützt darunterliegende Oberflächen dauerhaft. Zusätzlich ist sie nach DIN 4102 B1 als schwer entflammbar klassifiziert.

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