Das Prinzip der Folienbeschichtung

Die Funktionalisierung von Folien, Geweben und Vliesen erfolgt bei der CMC Klebetechnik durch zwei verschiedene Verfahren. Im Normalfall wählen die Techniker im Hause CMC das für die jeweilige Materialkombination geeignete Verfahren selbst aus. Daher dient diese Seite mehr für Sie als Information. Möglichkeiten und Grenzen der beiden Verfahren erläutern unsere Kundenberater gerne bei Bedarf persönlich.

Zum überwiegenden Teil wird nach dem Meyer-Bar-Prinzip beschichtet. Bei diesem Beschichtungsverfahren durchläuft der zu beschichtende Werkstoff ein Vorlage ("Kleberbad"). In dieser Vorlage liegt der zu beschichtende Werkstoff entweder in gelöster Form oder als 100% System (z.B. 2K-Silikone) vor. Die Folie oder das Gewebe nehmen beim Durchlaufen der Vorlage eine gewisse Menge Klebstofflösung mit. Unter dem feststehenden Mayer-Bar wird dann im eingestellten Spalt die überschüssige Menge Klebstoff abgestreift. 

Mit dieser sehr flexiblen Methode lassen sich extrem unterschiedliche Beschichtungsmaterialien beschichten bei einem sehr flexiblen Auftragsgewicht. Das maximale Auftragsgewicht wird überwiegend durch die zu verdunstende Lösemittelmenge und das Trocknungsverhalten der Beschichtungsmasse bestimmt und nicht durch das eingesetzte Verfahren. 

Durch die Verwendung von Masken sind auch streifenförmige Aufträge möglich (also klebstoff-freie Bereiche neben beschichteten Bereichen; Streifenbeschichtung).

Die CMC Klebetechnik verfügt über zwei Ex-geschützte Beschichtungsanlage und kann daher auch brennbare Lösemittel verarbeiten. Eine der Anlagen gewinnt das Lösemittel durch Tiefkühlung zurück. Dadurch ist die Vielfalt an verarbeitbaren Lösemitteln extrem groß. Die zweite Anlage kann auch wasserbasierende Beschichtungsmassen verarbeiten. Bei beiden Anlagen wird die Schichtstärke der Folienbeschichtung kontinuierlich mittels einer Strahlungsabsorbtionsmessung überwacht. Für Beschichtungen zwischen ca. 5µm bis 70µm können so Schwankungen von bis zu nur +- 4µm erreicht werden (Durchmesser menschliches Haar ca. 50µm). Allerdings ist dieses Verfahren stark davon abhängig, wie hoch die Genauigkeit der Dicke des zu beschichtenden Materials ist. Das feststehende Rakel passt sich Dickenänderungen in der Folie nicht an, so dass bei Folienschwankungen ein größerer oder geringerer Auftrag erzielt wird.

Hier erfahren Sie mehr über unsere Kundenspezifischen Beschichtungen und Beschichtungstechniken. 

Das Prinzip der Beschichtung

Drahtrakel

Neben der Beschichtung von bahnförmigen Produkten mittels feststehendem Rakel kann man auch eine Beschichtung mit dem Drahtrollrakel durchführen. Insbesondere bei sehr dünnflüssigen Beschichtungsmassen oder ungleichmäßig dicken Bahnwaren ist diese Beschichtungsmethode besser geeignet.

Bei diesem Verfahren wird über eine Schöpfwelle die Beschichtungsmasse an die Folie angetragen und danach die überschüssige Masse über ein Drahtrakel abgerakelt. Der Aufbau des Drahtrakels (Durchmesser des Drahtes, Wickelabstand) und die Viskosität der Beschichtungsmasse bestimmt dabei die erzielbare Schichtstärke. Das Verfahren ist besonders für dünnflüssige Beschichtungsmassen geeignet.

Drahtrakel