Formstanzteile aus Folien

nützliche Helfer in der Konstruktion

Die Fügetechnik „Kleben“ birgt viele Vorteile gegenüber Schrauben, Schweißen oder Nieten. Stanzteile aus Klebebändern sind noch praktischer, denn sie „dosieren“ das Kleben ohne zusätzliches Werkzeug. Zusammen erleichtern selbstklebende Formteile aus Folien die Konstruktion vieler Bauteile und Geräte.

Kleben verbindet unterschiedliche Materialien, gleicht Ausdehnungskoeffizienten aus, dichtet ab und vermeidet mechanische Spitzen wie beim Schrauben. Kleben ermöglicht teilweise überhaupt erst das Herstellen von Verbindungen, zum Beispiel von Glas und Kunststoffrahmen in Mobiltelefonen.

Bei CMC Klebetechnik werden einseitig beschichtete Klebebänder oder doppelseitige Klebefolien auf eigenen Beschichtungsanlagen hergestellt. Üblicherweise werden daraus Klebebandrollen hergestellt. Damit stehen dem Anwender Klebebandprodukte zur Verfügung, die einerseits die Eigenschaft der verwendeten Folie haben und andererseits eine immer gleich dosierte Klebermenge. Denn im Gegensatz zum Aufbringen von Flüssigklebstoffen ist die Schichtstärke bei Klebebändern immer gleichbleibend. Damit kommt es nicht zu einer Unter- oder Überdosierung, was die Zuverlässigkeit in der Serienproduktion deutlich verbessert.

Durch den Einsatz von selbstklebenden Stanzteilen können sich bei vielen Montagevorgängen erhebliche Material- und Montagezeiteinsparungen ergeben (zum Beispiel Fixierung vor endgültiger Verarbeitung). Die bereits auf die benötigte Form gebrachten klebenden Folien können ohne weitere Nachbearbeitung passgenau verklebt werden.

Beispiel Verschlussetiketten (z.B. Voidklebeband)

Um Schachteln, Beutel oder Kästen zuverlässig und einfach zu verschließen, werden einseitig klebende Formteile verwendet. Diese können als selbstklebendes Etikett auch mit einem Aufdruck versehen sein oder eine Sicherheitsfunktion (z.B. Schriftzug „Void“ beim Ablösen) beinhalten. Diese Verschlußmethode mit Formteilen eignet sich besonders bei größeren Stückzahlen, da die Stanzteile zum Beispiel auf der Rolle geliefert werden können. Mit einem Etikettenspender können so Tausende von Stanzteilen auf einer Rolle gespendet werden.

Beispiel Dichtungen (z.B. CMC 75100, PTFE-Klebeband)

Behältnisse, Gehäuse, ganze Schaltschränke werden mit geeigneten Werkstoffen abgedichtet, damit weder etwas heraus noch etwas hinein kann. Dazu werden geeignete Materialien (Schäume, Folien, Silikone) in die passende Form gestanzt. Sind solche Dichtungen auch noch selbstklebend, erleichtert das die Montage erheblich und verhindert während der Verwendung ein Verrutschen oder Verlieren der Dichtungsteile. Stanzteile aus Dichtungen werden schon sehr lange eingesetzt. Mit dem passenden, z.B. chemikalienresistenten Kleber, werden ihre Anwendungsmöglichkeiten nochmals erweitert – mit all den Vorteilen, die so ein selbstklebendes Stanzteil in Bezug auf Verarbeitbarkeit bietet.

Beispiel Fertigungsbegleitpapiere (z.B. Gewebeklebeband)

Um bei einer komplexeren Produktion den Stand der Fertigung einer Baugruppe, eines Gerätes zu ermitteln, setzt man heute Barcodes oder RFID-Anhänger ein. Diese bestehen aus Formstanzteilen, die selbstklebend sind. Im Fall von RFID-Tags werden die Antenne und der Funkchip zusätzlich mit Formstanzteilen abgedeckt und geschützt.

Doch nicht alles lässt sich elektronisch erfassen und verwalten. So begleiten viele Produktionsschritte immer noch Taschen mit Begleitpapieren. Diese können mit haftstarken Formstanzteilen mit wiederablösbarem Kleber einfach und schnell am Produkt angeklebt werden.

Beispiel Isolationsstanzteil (z.B. CMC 70752, doppelseitig klebendes Kapton®-Klebeband)

In sehr vielen Produkten der Elektrotechnik und Elektronik werden Formstanzteile aus Isolationsfolien eingesetzt. Sie erhöhen die Spannungsfestigkeit einer Isolationsstrecke, ermöglichen eine kompaktere Bauform oder machen selbst Kunststoffgehäuse EMV dicht (Schirmstanzteile aus klebender Kupferfolie CMC 91743). Stanzteile z.B. aus Polyester, Polyimid oder Glasgewebe vereinfachen erheblich die Montage und verbessern maßgeblich die elektrische Sicherheit. Dabei sind sie maßgenau und reproduzierbar.

Beispiel Wärmeleitung (z.B. CMC 74550, wärmeleitendes Kapton® MT+)

Mit steigenden Anforderungen an die Energieeffizienz müssen auch bei Kühlschränken Maßnahmen ergriffen werden, um den Energieaufwand gering zu halten. Dazu trägt bei, wenn die Luft im Kühlschrankinneren möglichst energiesparend abgekühlt wird. Eine gute Leitung der zugeführten Kälte zu den Kühlflächen ermöglichen Stanzteile aus wärmeleitenden Folien. Diese sind weich und gleichen Unebenheiten aus. Gleichzeitig leitend sie die negative Wärme, also Kälte von der Kühlplatte in den Innenraum des Kühlschranks.

Ein umgekehrtes Beispiel findet bei sogenannten Heizern statt: von keramischen Bauelementen (PTC) muß die generierte Wärme möglichst optimal abgegeben werden. Die Kontaktierung dieser Bauelemente, die durch ihre große Oberfläche das durch sie strömende Medium (meist Luft) erwärmen, erfolgt mit wärmeleitenden Stanzteile aus Silikonfolien oder wärmeleitenden Folien.

Beispiel Schutzfolien (z.B. CMC 12012, Polyesterklebeband, wiederablösbar)

Viele Oberflächen müssen zum Schutz während des Transports oder während der Verwendung geschützt werden. Sie sollen nicht zerkratzen, chemisch angegriffen werden oder eine zusätzliche Eigenschaft (zum Beispiel gut gleitend) erhalten. Formstanzteile aus Schutzfolien bedecken nur den Teil der Oberfläche, der betroffen ist. Meistens werden selbstklebende Folien verwendet. Diese Stanzteile tragen kaum auf, sind leicht zu befestigen und können bei Bedarf wieder entfernt werden.

Beispiel Schall- und Korrosionsschutz (z.B. CMC 10106, Polyesterfolie mit Acrylatkleber)

Verbindet man unterschiedliche Metalle miteinander, kann man unbeabsichtigt eine elektrochemische „Batterie“ produzieren. Denn zusammen mit Feuchtigkeit und z.B. Salz kommt es zur elektrochemischen Korrosion. Selbst bei lackierten Metallteilen können bei der Montage Lackschäden entstehen und so zunächst unbemerkt Korrosionsschäden entstehen. Um diese Erscheinung zu vermeiden, setzt man gestanzte Kunststofffolien ein. Sie trennen die beiden Metallpartner passgenau und vermeiden so eine elektrochemische Reihe. Zusätzlich bilden solche Folienstanzteile eine Bremse für die Ausbreitung von Körperschall und wirken abdichten im Spaltbereich.

Beispiel Beleuchtung und Sensortechnik (z.B. Polycarbonatfolie)

Heutiges Licht wird in den meisten Fällen von LED`s produziert. Diese langlebigen und sparsamen Lichtquellen haben sich mittlerweile durchgesetzt. Um jedoch von punktförmigen Lichtquellen zu flächiger Ausleuchtung zu kommen, werden in großem Maße Formteile aus diffus streuender Folien eingesetzt. Verschiedene PC-, POM- und PMMA-Folien besitzen eine „lichtstreuende“ Wirkung. Sie werden je nach Stärke bei der CMC Klebetechnik kundenspezifisch gestanzt oder gefräst. So erhalten moderne Leuchten ihre ganz charakteristische Lichteigenschaft durch Formstanzteile von CMC.

CMC Klebetechnik fertigt auf verschiedenen Stanzmaschinen Prototypen, Kleinserien und große Massenfertigungen. Dabei werden die unterschiedlichen Maschinen jeweils so eingesetzt, dass ein kundenspezifisches Stanzteil immer optimal gefertigt werden kann. Verschiedene Schneidplotter, Hubstanzen, Querschneider und Laminatoren sowie etliche Rotationsstanzmaschinen stehen zur Verfügung.  Lesen Sie hier mehr zur Stanztechnik.

Sie erhalten Stanzteile direkt vom Hersteller. Durch die vorgelagerte eigene Beschichtung der meisten Folien und Gewebe bekommen sie Alles aus einer Hand. Material, Kleber und Form sind so optimal an ihre Bedürfnisse angepasst.

Die Beispiele zeigen: Stanzteile aus Folien von CMC Klebetechnik haben viele Vorteile. Die eigene Produktpalette an Klebebändern und Folien ist umfangreich, bildet jedoch kein Limit. CMC Klebetechnik verarbeitet als Converter auch Produkte anderer Hersteller zu Folienstanzteile (zum Beispiel von Nitto, 3M, Tesa, ATP oder Advanced Tape) – kundenspezifisch, individuell, partnerschaftlich.

Formstanzteile aus Folien – nützliche Helfer in der Konstruktion